Das Guillain-Barré-Syndrom (GBS), das früher als ein einzelner Krankheitsprozess galt, ist eine Familie von immunvermittelten Polyneuropathien, die nach Infektionen (z. B. mit Campylobacter Campylobacter Campylobacter jejuni) auftreten. Ein typisches GBS ist durch eine akute monophasische neuromuskuläre Lähmung gekennzeichnet, die symmetrisch und aufsteigend verläuft. Wenn die Lähmung die Atemmuskulatur erreicht, kann GBS zu Atemversagen führen, was einen längeren Krankenhausaufenthalt erfordert. Die Behandlung ist meist unterstützend und kann entweder einen Plasmaaustausch oder IV-Immunglobulin erfordern.
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Lernleitfaden
Medizin ➜
Campylobacter jejuni
Diese rasterelektronenmikroskopische Aufnahme zeigt den S-förmigen Organismus mit einer einzelnen, polaren Geißel.
Die klinischen Symptome variieren je nach GBS-Subtyp. Personen können 1–4 Wochen vor dem Auftreten von GBS eine Vorgeschichte von Atemwegs- oder GI-Symptomen haben.
Klinische Symptome des Guillain-Barré-Syndroms:
Bell-Phänomen (Gesichtsnervenlähmung, N. facialis) bei einer Person mit GBS nach einer akuten Dengue-Fieber-Infektion